Rezensionen: The Thing / Sieben

The Thing (USA/Kanada, 2011)
Sieben (USA, 1995)

The Thing (USA/Kanada, 2011)

In der Antarktis werden von Wissenschaftlern ein Raumschiff und ein Wesen entdeckt, die schon mindestens 100.000 Jahre im ewigen Eis eingefroren liegen. Dr. Sander (Ullrich Thomsen) und die Paläontologin Kate Lloyd (Mary Elizabeth Winsted) sollen vor Ort herausfinden, um was es sich bei dem „Ding“ im Eis handelt. Nach kurzer Zeit befreit sich das Wesen, und sofort wird klar: Es tötet schnell – und kann die Gestalt seiner Opfer annehmen. Bald misstraut jeder jedem, und Panik macht sich breit: Wer ist noch er selbst? Das nach 1982 zweite Remake des Klassikers „Das Ding aus einer anderen Welt“ (1951) jagt den Zuschauer von einem Schockmoment zum nächsten.

Marc Beyer

Sieben (USA, 1995)

Der amerikanische Thriller „Sieben“ von David Fincher handelt von einem Serienkiller (Kevin Spacey), der von den sieben christlichen Todsünden – Habgier, Maßlosigkeit, Faulheit, Wollust, Hochmut, Neid und Zorn – besessen ist. Für jede Todsünde gibt es einen Mord, und jedes seiner Opfer wird von ihm grauenvoll in Szene gesetzt, sodass ersichtlich wird, um welche der Todsünden es sich handelt. So steht zum Beispiel ein fettleibiger Mann, der in seinem Haus vom Mörder am Esstisch gefesselt zu Tode gefüttert wird, für die Sünde der Maßlosigkeit.
Mit nur geringer Hoffnung auf Erfolg werden die beiden ermittelnden Detectives Summerset (Morgan Freeman) und Mills (Brad Pitt) auf der Suche nach weiteren Indizien in der namenlosen, fast immer verregneten und sehr tristen Großstadt umhergehetzt. Doch dies geschieht mit meist herben Rückschlägen, denn der Mörder ist ihnen so gut wie immer einen Schritt voraus und bereitet schon seine nächsten Opfer bestialisch vor.
Nervenkitzel pur! Der Zuschauer wird von der Spannung und dem kaltblütigen Spiel des Mörders gefesselt und mit seiner Härte direkt konfrontiert. Außerdem weist „Sieben“ in deutlichen und sehr grausamen Bildern darauf hin, wie alltäglich diese Todstünden heutzutage in unserer Gesellschaft geworden sind. Der Film spielt mit großen Fragen und Ängsten der Menschheit, und am Ende bleibt der Zuschauer fast schon traumatisch und verstört zurück – ebenso wie die beiden Hauptdarsteller, die vom Killer ebenfalls nicht unverschont geblieben sind.

Francesca Müller

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