Rezensionen: John Ajvide Lindqvist – Menschenhafen + Im Verborgenen

John Ajvide Lindqvist: Menschenhafen und Im Verborgenen

Einen Roman und eine Sammlung von Kurzerzählungen des schwedischen Meisters der schaurigen phantastischen Literatur, John Ajvide Lindqvist, hat Sakia Dreßler gelesen: „Menschenhafen“ und „Im Verborgenen“. Der mit „So finster die Nacht“ bekannt gewordene Autor erzählt subtil, psychologisch und atmosphärisch wie eh.

John Ajvide Lindqvist: Menschenhafen (Roman, 2009)

Ein strahlend blauer Wintertag auf der Insel Domarö. Anders begibt sich mit seiner Frau und seiner kleinen Tochter Maja auf einen Ausflug über den zugefrorenen Sund zum nahegelegenen Leuchtturm. Plötzlich verschwindet Maja von der weiten leeren Eisfläche, nachdem sie irgendetwas am Horizont erspäht hat. Wo ist sie hin? Seltsame Botschaften erreichen Anders Jahre nach diesem Ereignis. Warum benehmen sich die restlichen Bewohner der Insel so merkwürdig? Geschickt verstrickt John Ajvide Lindqvist den Leser in ein Netz aus Vergangenheit, Gegenwart und Legende. Der Geruch des Salzwassers dringt beim Lesen in die Nase und auch das ferne Geschrei der Möwen ist hörbar. Doch, Vorsicht: Das Meer ist überall!

John Ajvide Lindqvist: Im Verborgenen (Kurzerzählungen, 2010)

Nicht nur in seinen Romanen schafft es der schwedische Horrorautor John Ajvide Lindqvist eine schaurig-mystische Stimmung zu erzeugen, denn auch seine Kurzerzählungen ziehen den Leser in seinen Bann. In seinem Buch „Im Verborgenen“ finden sich zehn unterschiedlich lange Geschichten. Sie erzählen detailliert und intensiv von Ereignissen, die einerseits so normal und andererseits so unglaublich wirken, dass man sie nicht fassen kann. Sei es das Hochhaus, dass lebendig wird oder der Paparazzi, der auf der Jagd nach einem Schnappschuss im Pool verschwindet … Auf jeder Seite kann sich der Leser neu überraschen lassen.

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