Malen mit Licht

Wer sagt denn, dass man nur mit Pinsel oder Stift malen kann? Auch eine Lichtquelle erlaubt das. Die Grafiker von Fred Arnold zeigen uns, wie das geht.

Schon in den 1920er-Jahren entstanden durch Experimente von Künstlern wie Man Ray, László Moholy-Nagy oder Anton Stankowsk, die ersten Fotogramme – wie die Künstler das damals nennen – mit verschiedenen Belichtungseffekten.

Die ersten „Light-Painting-Fotografien“ stammen von Étienne-Jules Marey und Georges Demeny und entstanden 1889 aus Frankreich. Sie befestigten Glühbirnen an ihren Gelenken und bewegten sich vor einer Kamera mit Langzeitbelichtung.

Auch an der Akademie für Kommunikation in Stuttgart hat sich die Berufskolleg Grafik Design 1A mit dieser interessanten Art des Fotografierens beschäftigt. Von Herrn Arnold vorgegeben, setzte die Klasse das Projekt beeindruckend um, wie man in unserer Bildstrecke sieht. Im Fotostudio in Kö 7 wurden zur Abwechslung mal alle Scheinwerfer abgebaut, und anschließend zeichneten die Schüler mit Taschenlampen vor der Kamera einzelne Linien in die Luft oder um andere Mitschüler. Immer eine Linie nach der anderen. Keine einfache Aufgabe, wenn man im Dunkeln kaum die Proportionen des Anderen erkennt und sich auch noch merken muss, wo in etwa die vorhergegangene Linie war. Doch schon nach kurzer Zeit klappt es sehr gut, was unschwer auf den Bildern zu erkennen ist.

Obwohl es eine stundenlange Arbeit am Computer benötigt, bei dem man die Linien zusammenfügt und gegebenenfalls Personen beleuchtet, höre ich aus der Klasse doch mehrmals, wie viel Spaß es gemacht hat.

Lasst Euch oben von dieser faszinierenden Art der Fotografie verführen.