Was Frauen alles tun, wenn sie verliebt sind

Klare Worte (c) Rainer Sturm / PIXELIO

Wir Frauen sind und bleiben eigenwillige Geschöpfe. Unsere Launen: eine reine Achterbahnfahrt. Und dazu besitzen wir auch noch ein riesen Mitteilungsbedürfnis … Das Ganze erreicht aber erst seinen Höhepunkt, wenn wir uns verlieben.

Was wir Frauen nicht alles tun, wenn wir verliebt sind. Nur leider bekommt die Männerwelt davon oftmals gar nichts mit. Woran das wohl liegt?! Viele erinnern sich sicher noch sehr gut an das erste Mal, richtig verknallt gewesen zu sein. Man ist jung, unerfahren und genau deshalb oft furchtbar peinlich. Die Gefühle sind meist nicht zu bändigen und das Einzige was zählt, ist seinem Schwarm zu gefallen. Man sollte meinen, mit zunehmendem Alter erübrige sich dieses Verhalten von alleine. Doch nichts der gleichen. Was sich verändert? Die Orte, an denen wir unseren Schwarm kennenlernen. Es wird sich stundenlang gerichtet, in der Hoffnung am Abend in der Disco, einen süßen Typen kennenzulernen. In der Disco sieht das dann wie folgt aus: Hat man mal einen Jungen gefunden, der einem gefällt, wird erst mal der Blickkontakt gesucht. Sobald er diesen erwidert, wird leicht verschüchtert gelächelt, in der Hoffnung, er käme zu einem her.

Doch genau hier fangen die Probleme an: Männer trauen sich meist gar nicht erst, auf eine hübsche Frau zuzugehen. Und zudem verstehen sie solche doch so eindeutigen Signale von uns absolut gar nicht. Männer bleiben meist einfach gerne beim Blickkontakt stecken, kann ja nicht schief gehen, oder? Oh doch! Auf eine Frau macht es meist doch einen sehr seltsamen Eindruck, wenn dieser Blickkontakt in eine Art „Starren“ übergeht, was Männer meist gar nicht merken. Früher – bei frisch gebackenen Teenagern – war das doch alles so einfach, zumindest für den männlichen Teil. Da auch in jungen Jahren das Problem herrscht, dass die noch eindeutigeren Signale gar nicht verstanden werden, mussten die Jungs gar nichts machen. Will man als Frau nicht ewig warten, nimmt man die Dinge eben selbst in die Hand. Das ist wohl auch das Beste, wenn es um unseren speziellen Fall in der Disco geht. Natürlich lernt man Jungs nicht nur in der Disco kennen, sondern so ziemlich überall. Die Disco macht es für den männlichen Teil nur etwas unkomplizierter, denn mit zunehmendem Alkoholeinfluss kommt ja ab und zu auch der Mut. An anderen Orten sieht die Situation meist nicht sehr viel anders aus. Wir Frauen können machen, was wir wollen. Egal, welche Signale wir senden, es kommt einfach nicht an. Es gilt also wieder: Selbst ist die Frau.


ICH BIN das Valentinstags-Special 2015:

Dieser Artikel ist Teil des Valentinstags-Specials 2015:

Das Bild des Pärchens auf der Mole stammt von Dirk Schelpe – © Dirk Schelpe / PIXELIO


Was sich hierbei wohl nie ändert, ist das Phänomen, dass wir Frauen alles versuchen, um einem Mann zu gefallen. Ob jung oder alt, die Methoden sind meist dieselben. Männer, ist euch schon einmal aufgefallen, dass eine Frau zu euch den Kontakt sucht, ob durch Blicke, Gespräche? Zeigt sie besonders viel Interesse an euch und an dem, was ihr tut? Seit Neustem ist sie immer perfekt gestylt und verhält sich manchmal etwas merkwürdig, wenn ihr in der Nähe seid? Ok, diese Dinge habt ihr bestimmt nicht bemerkt. Und auch nicht, dass sie ständig irgendwo in eurer Nähe steht, obwohl sie das früher nicht getan hat? Dass sie plötzlich alles über euch weiß? Nein, oder? Für uns Frauen mag es so offensichtlich sein, doch Männer scheinen es wohl nur auf dem direkten Weg zu verstehen: Und das bedeutet, ohne klare Worte kommt man als Frau da nicht weit. Natürlich gibt es auch Männer, die sich bei uns Frauen irgendwelche Signale einbilden, die es gar nicht gibt. Oder solche, die uns unbedingt kennenlernen wollen und in der Sekunde, in welcher sie den Mund aufmachen, alles versauen.

In einem Punkt muss man die Männerwelt ja in Schutz nehmen, für sie ist es meist wesentlich schwerer, eine Frau anzusprechen und auf Anklang zu treffen, als anders herum. Das mag wohl daran liegen, dass eine Frau so ziemlich alles sagen kann – es kommt auf jeden Fall gut an. Und sie kann auch abschätzen, ob ein Junge Interesse zeigt oder nicht. Männer scheitern hier meist schon, und wenn sie dann doch den Mut zusammennehmen, kann auch mal ein Spruch kommen wie „Ich hab meine Handynummer verloren, kann ich deine haben?“ Auch diese Männer muss es geben, sonst wäre es wohl ziemlich langweilig. Doch hat es ein Mann dann mal geschafft, uns in den Bann zu ziehen – und das egal, ob wir ihn jetzt angesprochen haben oder andersrum –, dann zeigen wir Frauen bis heute die gleichen Verhaltensweisen wie früher. Leider wird es wohl auch in Zukunft so sein, dass Männer nie merken, dass sie uns gefallen, wenn wir es ihnen nicht direkt sagen. Nur Liebesbriefe können das im Gegensatz zu früher leider einfach nicht mehr lösen. Stattdessen gibt es dazu ja noch die beste Freundin, die einem unter die Arme greift, wenn einem die Blindheit der Männer mal wieder Schwierigkeiten bereitet. Und liebe Männer, nur weil wir euch nicht ins Gesicht springen, um euch zu erklären, dass wir anbandeln wollen, heißt es noch lange nicht, dass es nicht so ist. Soviel mal als Denkanregung. Immerhin ist es doch auch für euch viel schöner, Jäger zu spielen und nicht nur der Gejagte zu sein!

Das Bild des Briefes stammt von Rainer Sturm – © Rainer Sturm / PIXELIO

Dieser Artikel stammt aus der ICH BIN-Ausgabe 04/2012:

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